Gewerkschaftshaus, Ingolstadt

Fassadensanierung

Bauherr: Treuhandverwaltung IGEMET GmbH
Bausumme: 0,9 Mio
Status: Ausführungszeitraum 2003 - 2006
Leistungsumfang: gemäß §15 HOAI LP 1 bis 8

Der 60-iger-Jahre Bau war vielfach dem jeweiligen Zeitgeist entsprechend umgebaut worden, wobei zunehmend mehr Wert auf Optik als auf Dauerhaftigkeit und Nutzwert gelegt worden war. So entsprach das Gebäude energetisch längst nicht mehr heutigen Anforderungen. Ein deutlicher Instandhaltungsrückstand, verbunden mit sich abzeichnenden Bauschäden machten größere Instandsetzungen notwendig, die mit einer energetischen Modernisierung und einem zeitgemäßen Erscheinungsbild verbunden werden konnten.

Nach der Instandsetzung und Neukonstruktion des Dachaufbaus wurden im laufenden Betrieb alle Fenster erneuert, ein äußerer Sonnenschutz installiert und die Lochfassade des Treppenraums gegen eine großflächige Pfosten-Riegelfassade mit geschosshoher Verglasung ausgetauscht. Um hierbei den vormals viel zu kleinen Eingang angemessen vergrößern zu können, wurde im Erdgeschoss eine tragende Stütze entfernt, was aufwändige statische Eingriffe nötig machte, die dem Treppenraum jedoch nicht anzusehen sind. Die Fassade erhielt ein Wärmedämmverbundsystem mit einer Farbgestaltung, die sich gegenüber den benachbarten Gebäuden und dem gegenüberliegende Schloss stark zurücknimmt.

Im Inneren wurden die zentralen, sehr beengten WC-Bereiche modernisiert und es konnte ein zusätzliches Behinderten-WC geschaffen werden. Eine Modernisierung des Treppenraums schloss die Maßnahme ab, die in Gänze während des laufenden Geschäftsbetriebs ausgeführt wurde.