Stadt Nürnberg Mauthalle

Abdichtung eines unterirdischen Anbaus

Bauherr: Heilig-Geist-Spital-Stiftung,
  Stiftungsverwaltung der Stadt Nürnberg
Auftraggeber: Stadt Nürnberg,
  Hochbauamt
Bausumme: nicht freigegeben
Status: Ausführungszeitraum Januar 2013 - Dezember 2014
Leistungsumfang: gemäß §15 HOAI LP 2 bis 8

Ein zweigeschossiger unterirdischer Anbau aus den 1920-iger Jahren am Untergeschoss der Mauthalle war durch Undichtigkeiten extrem feuchtegeschädigt. Der Anbau wird vom Gastronomiebetreiber als Lagerfläche, für Kühlräume und für die Bierkühlung der Hausbrauerei genutzt.

Der Anbau sollte von außen abgedichtet werden. Dazu wurde der Kelleranbau nach einer Kampfmittelsondierung bis auf rund 7 m Tiefe rundum freigelegt. Während des aufwändigen Verbaus stieß man auf die Reste der historischen zweiten Stadtmauer, die von einem Archäologenteam maßlich und zeichnerisch dokumentiert wurde. Die äußerst beengten Platzverhältnisse zwangen zu aufwändigen Sonderlösungen. So konnte der Aushub stellenweise nur mit einem Saugbagger gefördert werden. Für das Aufbringen der KMB-Abdichtung wurde eigens ein geeignetes Verfahren mit dem Systemhersteller entwickelt.

Einbindungen der Strebepfeiler der historischen Stadtmauer in die Kellerwände und die Anschlüsse des Kelleranbaus an das Kellermauerwerk der Mauthalle wurden im Injektionsverfahren gedichtet. Auf gleiche Weise wurde eine Horizontalsperre gegen von unten aufsteigende Feuchtigkeit ausgeführt. Sie wurde sowohl von außen als auch von innen erstellt.

Im Inneren galt es währende des laufenden Gastronomiebetriebs die alte, durchfeuchtete schadstoffhaltige Dämmung rückzubauen und zu entsorgen. Die Bearbeitungsbereiche wurden nach Freilegen der Substanz getrocknet. Mit geringfügigen Grundrissänderungen werden die Bereiche nun neu gedämmt und wiederhergestellt.

Die Innenbaustelle war ausschließlich über den Küchenbereich der Gastronomie zu erreichen. Die Nutzung in dem Bearbeitungsbereich musste interimsmäßig ausgelagert werden. Eine besondere Schwierigkeit stellte dabei der Bierkühlraum mit Stück -5- 1500-l-Edelstahltanks dar, die nicht aus den Räumen geschafft werden konnten. Sie mussten mehrmals unter extrem beengten Verhältnissen im Raum versetzt werden.

Nach dem Abbruch der alten Bekleidungen zeigten sich erhebliche Schäden an der Betonzwischendecke und den Betonunterzügen, die eine Betoninstandsetzung erforderten.